Wie erhält ein Patient Ergotherapie?

Ergotherapie ist als anerkanntes Heilmittel eine Vertragsleistung der gesetzlichen Krankenkassen und kann von allen Patienten nach ärztlicher Verordnung in Anspruch genommen werden.

Ausschlaggebend für die Verordnung von Ergotherapie sind die Heilmittelrichtlinien nach § 92 und den Rahmenempfehlungen nach § 125 SGB V, die die Zusammenarbeit zwischen Therapeuten, Ärzten und Krankenkassen regeln. Die Verordnung für eine ambulante Ergotherapie stellt der behandelnde Arzt aus, pro Verordnung muss der Patient in der Regel eine Zuzahlung von 10 % selbst tragen.

Die erste Verordnung umfasst üblicherweise zehn Behandlungseinheiten. Erfolgt danach eine Weiterbehandlung, so werden in der Regel erneut zehn Therapieeinheiten verordnet. Eine Therapieeinheit beträgt je nach durchgeführter Maßnahme zwischen 30 und 60 Minuten.

Die Frequenz der Behandlungstermine ist abhängig von der Situation des Betroffenen. Bei medizinischer Notwendigkeit, wenn ein Patient also nicht in die Praxis kommen kann, findet Ergotherapie auch als Hausbesuch statt.

Folgende Verordnungen sind möglich:

jeweils als Einzel- oder Gruppenbehandlung, je nach Indikation

Siehe auch „Indikationskatalog Ergotherapie“, 2011

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